Purschenstein 1
09544 Neuhausen/Erzgebirge

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  • Zur Geschichte von Schloss Purschenstein in Verbindung mit der Familie von Schönberg

    Als einer der ältesten Ritterburgen Sachsens liegt Purschenstein im romantischen oberen Flöhatal, direkt am früheren „Alten Böhmischen Steig“. Außerdem ging hier die alte Salzstraße, welche von Halle nach Prag führte, vorbei.

    Als „Castrum Borsensteyn“ 1289 erstmals urkundlich erwähnt, ist sie wohl tatsächlich um 1200 vom böhmischen Ritter Borso II. von Riesenburg erbaut worden. Von seinem Namen soll sich der Name Purschenstein ableiten.

    1253

    ging das Castrum an die Markgrafen von Meißen

    1299

    im Besitz von Böhmen

    1307

    wieder im Besitz der Markgrafen von Meißen

    1324

    Herr von Berga als Besitzer

    1351

    gehört die Herrschaft dem Burggrafen Meiner von Meißen

    1352-1389   

    erwirbt Peter von Schönberg die Herrschaft Sayda einschließlich Purschenstein und Pfaffroda

    1426

    wird Herr ein Lehen der Wettiner

    1429

    folgte Sifrid von Schönberg

    bis 1945

    waren das Schloss und die Herrschaft im Besitz der Familie von Schönberg

    1945

    letzter Besitzer war Georg von Schönberg

    Der Besitz der Familie von Schönberg ging in eine Stiftung über. Einen Teil des Inventars kann man heute im Schloss Nossen anschauen.

    Baugeschichte

    Geprägt wurde der Baustil durch die Renaissance, zu erkennen an den Türgewänden, Malereien und dem Wendelstein. In dieser Zeit wurde auch der Turm mit der Uhr errichtet, welcher eine kleine Kapelle beherbergte. Der große Bergfried, mit seiner 2,85 Meter dicken Mauer und 42 Meter Höhe, entstand schon eher und ist das einzige Gebäude welches über die Jahrhunderte hinweg überdauert hat.

    17. Jahrhundert

    • Im Dreißigjährigen Krieg wurde das Schloss stark beschädigt

    18. Jahrhundert

    • Mitte des 18. Jahrhunderts wurde der Nordflügel im barocken Stil ausgebaut

    19. Jahrhundert

    • Baumaßnahmen haben das Äußere des Schlosses im neogotischen Charakter beeinflusst
    • 1839 erhielt der Uhrturm einen kleinen klassizistischen Vorbau
    • Im Park wurde eine Familiengruft angelegt

    20. Jahrhundert

    • Von 1951 bis 1955 nutzte man das Schloss als Kinderheim
    • Danach diente es bis 1989 als Kulturhaus
    • Am 3. April 1989 brannten große Teile des Schlosses aus
    • Zwischen 1990 und 2001 erfolgte eine teilweise Sanierung des Schlosses. Es entstanden eine Gaststätte, ein Motorradmuseum und ein Trauzimmer, wo Eheschließungen möglich waren
    • Im Jahr 2005 wurde das Schloss von der niederländischen Familie R. Praagman erworben die es zu einem der schönsten Schlosshotels des Erzgebirges umbaut

    (Quelle: www.familie-von-schoenberg.de)